Sonderschau Berliner Automobilbau

Seltene und letzte Exemplare aus den wilden Zwanzigern

Die Sonderschau Berliner Automobilbau, zu sehen im Entreebereich und im Palais am Funkturm, entführt die Besucher in ein Berlin der Goldenen Zwanziger Jahre. In Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum in Berlin und dem PS.SPEICHER Einbeck zeigt sie historische Autos und Motorräder aus dieser Zeit, die zum großen Teil für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind.

 

 

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Internationaler Standort mit Automobilgeschichte

Tatsächlich blickt Berlin auf eine große Automobilgeschichte zurück. 1899 fand in der Hauptstadt die erste internationale Motorenwagen-Ausstellung Deutschlands statt. Zudem waren in Berlin und Brandenburg einst die größten Automobilbaufirmen des Landes angesiedelt und es gab hier viele kleine, innovative Automobilhersteller und Karosserie-Manufakturen. In den Goldenen Zwanziger Jahren waren auch Motorräder als preiswerte Alternative zum Automobil gefragt. In Berlin gründeten sich zu dieser Zeit mehr als hundert Motorradfabriken.

Bildnachweis: Kulturstiftung Kornhaus


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Nur noch ein Exemplar: Der Ego 4/14 PS

Einer der Stars der Ausstellung ist ein Ego 4/14 PS der Berliner Ego-Werke aus dem Jahr 1922. Größere Bekanntheit erlangte die Marke im Jahr 1923, als der legendäre Rennfahrer Rudolf Caracciola auf Ego seinen ersten Sieg beim Avus-Rennen einfuhr. Der auf der Motorworld Classics Berlin gezeigte Wagen ist das einzig verbliebene Exemplar auf der Welt. Eine absolute Rarität ist auch der AGA Typ A 16/20 PS von der Berliner Aktiengesellschaft für Automobilbau, ebenfalls aus den 20er Jahren. Die Fertigung der AGA-Wagen erreichte relativ hohe Stückzahlen, und in ganz Deutschland zeigten die Autos aus den Lichtenberger Werkshallen mit ihren markanten Spitzkühlern, kantigen Türen und eckigen Kotflügeln Flagge. Weitere Highlights sind ein NAG Typ C4, der 1920 von dem Berliner Automobilhersteller NAG auf den Markt gebracht wurde, sowie ein altes D-Rad-Taxi der damals in Spandau ansässigen Deutschen Industriewerke – in den 1920er Jahren gehörten diese Taxi-Motorräder zum Stadtbild von Berlin.

Bildnachweis: STDB


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Der letzte BOB

In Kooperation mit dem PS.SPEICHER Einbeck zeigt die Sonderschau weitere Raritäten wie einen BOB Sport aus dem Jahr 1920. Der zwischen 1920 und 1925 in Berlin-Charlottenburg von der BOB Automobilgesellschaft hergestellte Wagen mit einem Vierzylindermotor von Siemens & Halske fährt in den damaligen Kleinwagen-Rennen auf der Avus zahlreiche Erfolge ein. Dieses Exemplar ist vermutlich der einzig erhaltene BOB weltweit. Ein weiterer Blickfang, den der PS.SPEICHER mitbringt, ist ein Motorrad: eine 1929er Württembergia 350 Blackburne OHV. Angesichts des Markennamens und des Markenlogos denkt niemand an Berlin als Produktionsstätte dieser Motorräder. Doch die ab 1929 mit britischen Blackburne-Motoren ausgestatteten Viertakter entstanden mitten in der Hauptstadt, rund zwei Kilometer vom heutigen Tiergarten entfernt.

Bildnachweis: Ralf Christian Kunkel, Luckau


MOTORWORLD Classics Berlin

Messe Berlin ExpoCenter City
North Entrance
Messedamm 22
14055 Berlin

18. - 22. November 2020

Gala-Nacht der Boote und Oldtimer
18. November 2020, ab 18.00 Uhr

Publikumstage
Donnerstag, 19. bis Sonntag, 22. November 2020
Öffnungszeiten: 10.00 - 18.00 Uhr

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